Es ist mein Kind!

Aktualisiert: 16. Sept 2019


Kinder sind nicht alleine Frauensache, nein, auch Männer und Väter haben die Pflicht und auch das Recht auf ihr Kind.


Vater!


Jetzt ist es offiziell, ich werde zum vierten Mal Vater. Nicht nur für meine Frau, sondern auch für mich ist diese Zeit der Schwangerschaft, insbesondere die ersten zwölf Wochen, eine Zeit des Bangens, Mitzitterns, aber auch eine Zeit der Hoffnung und der Freude.

Die übliche Annahme unserer Gesellschaft, dass die Frau als Mutter, die alleinige Verantwortung, Last, aber auch die Freude an einem Kind zu tragen hätte, erschreckt mich immer wieder.


Es ist mein Kind


Nein, auch ich werde Vater. Auch ich übernehme Verantwortung. Auch für mich wird es eine anstrengende Zeit geben. Denn für mich ist dieses Kind mein Kind. Es ist für mich die größte Freude, diesem kleinen Menschen ins Leben helfen zu können und ich genieße diese Vaterrolle.

Das Schlimmste ist, wenn ein Mann eine schwangere Frau verlässt und seiner verdammten Pflicht, Frau und Kind zu schützen, nicht nachkommt. Wenn er die Mutter mit all den Sorgen, der Verantwortung und dem daraus entstehenden Kummer zurücklässt, ist das ein Armutszeugnis für ihn und er wird seiner Männlichkeit bestimmt nicht gerecht.

Darum ist der Schutz des Lebens eine wichtige und vor allem männliche Bestimmung.

Jan Ledóchowski







So könnte es eine Frau sehen



Noch ein Baby!


Tja, das mit der Verantwortung und der Freude ist schon richtig, aber ehrlich, die Last liegt doch hauptsächlich bei uns Mädels. Als ich von einer neuerlichen Schwangerschaft erfuhr, war ich völlig überfordert. Ich konnte mir nicht mehr vorstellen, noch einmal dick, hässlich und durch die Hormone auf eine emotionale Hochschaubahn geschleudert zu werden. Von der Geburt einmal abgesehen.


Wir werden das Kind schon schaukeln


Mein Mann nahm mich mit dem Ausspruch in den Arm: „Wir werden das Kind schon schaukeln!“, Ich wies ihn mit einem heftigen Gefühlsausbruch darauf hin, dass ich es bin, die dick wird, dass ich die durchaus sehr schmerzhafte Geburt durchzustehen habe und die vielen Nächte wach und stillender Weise durchleben muss.

Mein Mann bejahte das Gesagte, schloss mich noch fester in seine Arme und kommentierte: „Du hast Recht, aber wenn ich an all die Stunden denke, in denen ich mit dem Kleinen lernen, diskutieren und ihm oder ihr alles Mögliche beibringen soll, dann ist es auch für mich eine große Aufgabe. Aber wie gesagt, gemeinsam werden wir das Kind schon schaukeln.“


Unbezahlbar!


Der Schutz von Frau und Kind ist wirklich die männlichste aller Aufgaben und für uns Frauen ist ein Partner, der uns in schwierigen Situationen in den Arm nimmt, unbezahlbar! Maria Schober Bloggerin Briefe an Leonie

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